Museum Erleben

Angelika Grepmair-Müller

Archiv für Museum Brandhorst

Der mit seiner mehrfarbigen Außenhaut im Stadtbild markante Bau der Architekten Sauerbruch Hutton präsentiert mit Eleganz, raffinierter Lichtführung und innovativer Technik die Sammlungen des Ehepaars Brandhorst.

Udo und Anette Brandhorst begannen in den 1970gern zu sammeln – sie interessierten sich für Zusammenarbeit zwischen Dichtern und Malern, sowie für bildende Kunst der Klassischen Moderne. Nach und nach erfolgte immer stärkeres Interesse an zeitgenössischen Positionen, so dass ein außergewöhnliches Panorama von Werken der Kunst des 20sten und des 21sten Jahrhunderts zu bestaunen ist – darunter befinden sich wegweisende Künstler wie Cy Twombly, Andy Warhol, Sigmar Polke, Gerhard Richter oder Mario Merz.

Die derzeitige Neuhängung hat das Thema:

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Cy Twombly Neuhängung seit Mai 2019

Anlässlich des Jubiläums 10 Jahre Museum Brandhorst wird Twomblys Rosensaal wieder in seiner ursprünglichen, vom Künstler konzipierten Form  zu sehen sein. Neben dem dauerhaft installierten „Lepanto“-Zyklus (2001) und zahlreichen Werken aus der 60jährigen Karriere des Künstlers wird im Obergeschoss eine prominente Neuerwerbung aus Twomblys letzter, farbintensiver Werkserie „Camino Real“ (2011) gezeigt.

FOREVER YOUNG. 10 JAHRE MUSEUM BRANDHORST Ende Mai 2019 bis April 2020

Seit der Eröffnung im Mai 2009 hat sich im Museum Brandhorst viel getan. Die Sammlung Brandhorst stieg von 700 auf über 1.200 Werke. Heute ist sie eine der wichtigsten Sammlungen von Gegenwartskunst in Europa, mit vielen bedeutenden Werken von Andy Warhol, Cy Twombly, Bruce Nauman, Cady Noland oder Wolfgang Tillmans.

Die Werkschau aus den Sammlungsbeständen spannt einen Bogen von den frühen 1960er-Jahren bis in die gegenwärtige Kunstproduktion. Sie umfasst 190 Werke von 45 Künstlerinnen und Künstlern und hat drei Schwerpunkte:

Zum einen die Pop-Art, gerade in ihrer oft übersehenen politischen Dimension. Ein zweiter Strang widmet sich dem brisanten Thema der Subjektivität in der Gegenwart – und damit der Frage, wie der Spätkapitalismus Identitäten prägt. Die dritte Sektion wendet sich einem der Kernthemen des Museums Brandhorst zu: der zeitgenössischen Malerei und der Fragestellung, wie sich diese althergebrachte Kunstgattung immer wieder erneuert.