Museum Erleben

Angelika Grepmair-Müller

Archiv für Lenbachhaus

Der Blaue Reiter kehrt zurück!

Neuhängung des Blauen Reiters, mit Neuakzentuierung u.a. der Bereiche Kandinsky und die Zeit des Jugendstils in München – Künstlerpersönlichkeiten: Gabriele Münter und Alexej Jawlensky – Volkskunst – Almanach.

 

Lenbachhaus – Ständige Sammlungen

Das Lenbachhaus ist nach seiner Sanierung und Erweiterung durch Foster + Partners in neuem Glanz erstrahlt! Es besticht durch seine neue, repräsentative Erweiterung und Verortung zum Königsplatz hin, sowie durch seine neue Klarheit trotz der Vielgliedrigkeit verschiedener Baukörper vom 19ten, über das 20ste Jahrhundert bis in die Gegenwart und nicht zuletzt durch seine ebenso überraschende wie zwingende neue Präsentation seiner Kunstschätze, entsprechend den Sammlungsschwerpunkten des Hauses.

Die Sammlungsschwerpunkte ergeben sich aus der Geschichte des Hauses:

-Das ist zunächst die historische, original ausgestattete Villa des Künstlerfürsten Franz von Lenbach mit dessen Gemälden, einschließlich ihres Gartens mit Skulpturen des 19ten Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

-Hinzu kommt die Sammlung Münchner Malerei des 19ten Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Portrait und Landschaft, die durch die jüngste Schenkung Christoph Heilmanns erweitert und in einen internationalen Kontext gebettet, umfangreich und in farbigen Kabinetten inspirierend zu betrachten ist.

-Der durch Gabriele Münters Schenkung weltweit bedeutendste Bestand an Werken der Künstlergruppe des Blauen Reiters ist in nun zwischen dem Münchner Jugendstil und der ebenfalls bedeutend vertretenen Neuen Sachlichkeit verortet und wird in überraschenden und zugleich harmonischen, in ihrer Schönheit ebenfalls klassisch zu nennenden Raumgestaltungen präsentiert.

-Schließlich ist auch die Sammlung zeitgenössischer Kunst von internationalem Rang und durch jüngste Ankäufe und Schenkungen, zum Beispiel mit Werken von Joseph Beuys aus der Sammlung Lothar Schirmer, erheblich erweitert und in sachlich zurückhaltenden Räumen vorbildlich erfahrbar.


Im Garten des Lenbachhauses

Franz von Lenbach ließ seinem Publikum die Idee des prachtvollen Palasts eines Künstlerfürsten wiedererstehen, wie man es sich für Genies der Vergangenheit wie Raffael oder Rubens vorzustellen hatte. Unmittelbar an die würdevolle Weite des Königsplatzes anschließend und doch außerhalb des symbolischen Stadttors der Propyläen gelegen, bot ihm dieser Ort die Möglichkeit, der italienisch-renaissanceartig inspirierten „villa suburbana“ ein intimes Gartenparterre einzufügen. Über eine abwechslungsreiche Folge aus Brunnen und Wegen zwischen Beeten mit duftenden Blüten und anmutigen Skulpturen, gelangte der Besucher zur Vorhalle und dem Vestibül der Villa mit seiner Muschelnische. Hier durchschränken sich also Außen- und Innenbereich. Der Garten ist heute mit modernen Skulpturen, beispielsweise von Max Ernst oder Lawrence Weiner, zeitgenössisch verortet.

Für diese Führung brauchen Sie kein Eintrittsticket zu erwerben. Treffpunkt Foyer des LBH.


Eine Bühne für die Kunst – Architektur und Geschichte des Lenbachhauses

„Ich gedenke, mir einen Palast zu bauen, der das Dagewesene in den Schatten stellen wird; die machtvollen Zentren der europäischen Kunst sollen dort mit der Gegenwart verbunden sein.“ schrieb der Künstlerfürst Franz von Lenbach 1885 und errichtete eine Villa im toskanischen Stil mit eigenem Ateliertrakt und malerischer Gartengestaltung. Wohl kaum hätte er sich träumen lassen, dass eben diese potente Bühne der Selbstdarstellung und historisierenden Auffassung weltweiten Ruhm erlangen sollte – Ruhm, der dem Einzug der Avantgarde, der „Blauen Reiter“ 1957 in die Räume der 1926 zur Städtischen Galerie umgewidmeten und erweiterten Villa geschuldet ist. In den 70er-Aufbruch-Jahren erhielt das Haus nicht nur eine zusätzliche räumliche, sondern auch eine wesentliche inhaltliche Erweiterung, indem es seither Werke zeitgenössischer Kunst präsentiert und sammelt.
Diese Führung gibt Anlass, die wechselvolle Geschichte des Hauses und seine aktuelle Neuordnung und Vergrößerung durch das Architekturbüro Foster und Partners zu betrachten – eine neue Bühne für die Kunst.

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